HSV wird (inoffiziell) Bezirks-Mannschaftsmeister

Die Bezirksmeisterschaften des Schwimmbezirkes Dresden gehören schon seit Jahren zum Standardprogramm jeder Saison und auch dieses Jahr konnten wir uns im Bezirksvergleich gut präsentieren.

Am Samstag, dem 13.04., begann der Wetkkampf erst nachmittags, es wurden nur die 50er-Strecken der Jahrgänge 2010/11 sowie 2007 und älter geschwommen. In der AK 8 wurden viele Strecken zum ersten Mal auf der langen Bahn geschwommen, dementsprechend gab es hier viele Bestzeiten zu verbuchen, leider jedoch auch noch einige Disqualifikationen, die die eine oder andere tolle Zeit im Nachhinein noch ungültig machten. Nichtsdestotrotz haben die Kleinen sich gut präsentiert und für einige sprang sogar noch eine Podestplatzierung heraus, so zum Beispiel ein 2. Platz für Leonardt Gebecke (2011) über 50m Rückenbeine, und die gleiche Platzierung über 50m Brustbeine für Jule Jang (2011).

Auch die AK 9 hat sich sowohl von den Platzierungen als auch den Zeiten wieder sehr gut präsentiert, so konnten fast alle acht Sportler bei ihren jeweils vier Starts auch vier Bestzeiten schwimmen. Außerdem gab es neue oder bestätigte E-Kaderzeiten für Mina Luisa Tetzlaff (50 B), Pauline Röder, Lia-Kiara Heuer (50 SB) und Masine Gahner (50 SB, 50 R, 50 F). Und auch hier gab es wieder einige Podestplatzierungen, die zeigen, dass sich unser Nachwuchs im Vergleich mit dem Rest des Schwimmbezirkes nicht zu Verstecken braucht.

Für die beiden jüngsten Trainingsgruppen war der Wettkampf damit am Samstag geschafft, am Sonntag ging es dann für die AKs 12 und 14+ erneut, sowie für die AK10 zum ersten Mal, ins Wasser.

Die AK 10 hatte mit fünf Starts an einem Tag, die zum Teil auch längere Strecken waren, ein ordentliches Programm abzuliefern, das aber alle Sportler mit Bravour meisterten. So konnten Sophia Lorenz, Carolyn Schmidt und Pauline Markert bei allen ihren Starts teils sehr deutliche Verbesserungen erzielen, bei den restlichen Sportlern mangelte es meist nur bei einer Strecke, teils aufgrund von Disqualifikationen, teils war es einfach nur knapp vorbei. Lobend erwähnen sollte man auch, dass die drei Sportler des Jahrgangs 2008 sich zum ersten Mal über die vom Kinderpokal geforderten 400m Freistil gekämpft haben, und sich alle drei auch sehr gut präsentierten. So belegten Marlen Dittrich und Helene Röhringer die Plätze 2 und 3, und Nick Kietzmann verpasste auf dem 4. Platz zwar knapp das Podest, legte mit 6:12,59 aber eine Top-Zeit ins Wasser. Weitere Podestplatzierungen gab es außerdem für Carolyn Schmidt (3. 100B) und Pauline Markert (3. 50B). Für Helene kam noch ein 3. Platz über 100m Freistil dazu, und Marlen konnte sich über die doppelte Distanz sogar den Bezirksmeistertitel sichern. Das gleiche schaffte Nick über 50m Rücken, er wurde außerdem noch 2. über die 100m Schmetterling. Und auch Alia Lange konnte sich zwei Bezirksmeistertitel (100 F, 200 L) sowie einen 2. Platz (50 S) sichern, und darüber hinaus ihre E-Kaderzeiten über 100m Freistil und 200m Lagen auch auf der Langbahn bestätigen.

Mal wieder sehr gut drauf war die AK 12, und das obwohl Trainer Konrad ihnen gnadenlos ein wahres Mammutprogramm aufdrückte. Nicht wenige seiner Sportler mussten an den beiden Tagen insgesamt 9 Strecken absolvieren. Dass einem da zum Ende schon ein bisschen die Puste ausgeht, ließ sich aber keiner anmerken. Mit rund 87% Bestzeiten brachte die Gruppe eine tolle Gesamtleistung. Besonders gut schlugen sich hier Moritz Neumann, Elias Hösel, Emil Bensch und Luis Feyer, die bei allen Starts Bestzeiten schwimmen konnten. Auch hier gab es wieder sehr viele Podestplatzierungen, die aufzuzählen wahrscheinlich einen eigenen Beitrag einnehmen könnte. Von 98 Starts endeten insgesamt 42 auf einem der drei vorderen Plätze, eine beachtliche Leistung. Hier waren die Serientäter vor allem Elias Hösel, Angeline Pöttrich, Lotte Thümmel und Moritz-Joy Schmidt.

In der AK 14+ purzeln die Bestzeiten meist nicht mehr so häufig, und auch die Wettkampfprogramme werden wieder etwas kürzer, aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel: So konnten Maja Rösner und Konrad Röhringer (beide 2004) bei allen drei Starts eine Bestzeit schwimmen. Sicher hätten es auch noch mehr werden können, allerdings unterstützen die zwei in den anderen beiden Wettkampfabschnitten das Team als Kampfrichter. Emily Zeidler (2003) startete ebenfalls nur in einem Abschnitt, aber auch sie konnte immerhin drei von vier Starts mit Bestzeit absolvieren, über die 50m Freistil fehlten weniger als 2 Zehntelsekunden. Hannes Peschel (2002) lässt sich zwar sonst selten beim Wettkampf blicken, konnte aber dafür alle seine Bestzeiten mit Leichtigkeit unterbieten. Sein Teamkollege Philipp Ziegenbalg (auch 2002) schaffte bei acht Starts ebenfalls 100% Bestzeiten sowie 100% Podestplatzierungen (der Dank geht an Maxims Badehose) und schwamm außerdem zum ersten (!) Mal die 400m Freistil in einer Bilderbuchzeit von 5:10,00. Nora Flehmig und Robin "seit-4-Jahren-keinen-Wettkampf" Ullrich (beide 1998) zeigten schließlich, dass manchmal auch die alten Eisen noch einen guten Tag haben können, und absolvierten den Wettkampf ebenfalls mit 100% Bestzeiten. Doch auch der Rest der Gruppe zog gut mit, am Ende durfte jeder wenigstens eine Bestzeit oder Podestplatzierung verbuchen.

Somit haben wir dieses Jahr wieder einmal gezeigt, dass auch wir als eher "kleiner" Verein in unserem Schwimmbezirk durchaus ein Wörtchen mitzureden haben. So stellten wir insgesamt 30 Bezirksmeister und erreichten 32x den Silber- bzw. 36x den Bronzerang. Wie gut dieses Ergebnis wirklich war, wurde uns jedoch erst im Nachhinein klar: Die Mannschaftswertung wurde zwar in diesem Jahr abgeschafft, doch wir haben natürlich trotzdem nachgerechnet. Und tatsächlich, wir hätten mit 5 Punkten Vorsprung vor dem Dresdner SC gewonnen, obwohl deren Mannschaft mehr als doppelt so groß wie unsere war. Seit dem Zusammenschluss von USV und DSC 2010 hat es kein anderer Verein mehr geschafft, diese Wertung für sich zu entscheiden. Das letzte Mal, 2009, war es ebenfalls der HSV, und jetzt, genau 10 Jahre später, stehen wir wieder ganz oben. Wenn auch inoffiziell. Trotzdem ein gutes Zeichen dafür, dass Trainer und Sportler etwas richtig machen. So soll es weitergehen!