Kräftig am Bestzeitenbaum geschüttelt

Das Schwimmfest unterm Tannenbaum am 8./9. Dezember 2018 ist so etwas wie die Sächsische Meisterschaft der Jüngeren. Immerhin ist die Teilnahme dort Voraussetzung für die Sächsische Kinderpokal-Wertung und die Kaderberufung am Saisonende. Umso erfreulicher, dass wir mit 20 Hainsberger Sportlern und einigen Trainern nach Riesa fahren konnten, wo  die Wettkämpfe auf der Kurzbahn ausgetragen wurden.

Den Anfang machten am Samstag die Älteren der Jahrgänge 2006 bis 2008 männlich und 2007 bis 2008 weiblich. Das waren krankheits- und verletzungsbedingt nur sechs Jungs und ein Mädchen, mit dabei Mika und Lena vom Landesstützpunkt. Bei den vier mitgereisten 2006ern ging es weder in der Kader- noch in der Kinderpokalwertung um etwas, dafür sind sie inzwischen einfach schon zu alt. Trotzdem konnten hier Moritz-Joy Schmidt und Moritz Neumann mit jeweils fünf Bestleistungen aus fünf Starts über die 50m Lagenfolge und 200m Lagen überzeugen. Mit kleinen Abstrichen klappte das auch bei Enrik Owe Jannaschk und Elias Hösel. Mika Kovacs (2007) und Nick Kietzmann (2008), die beiden Jüngeren am Samstag, sorgten ebenfalls für ordentliche Ergebnisse mit ebenso voller Bestzeitenausbeute. Bei Nick fehlt jetzt oft nur noch eine Sekunde zur Kadernorm. Lena Rieß (2007) erzielte über 200m Lagen eine neue Bestzeit und blieb in 50m Freistil nur knapp über ihrer Bestmarke - dritter Platz in Sachsen, wie schon über 50m Rücken.

In der Mittagspause wurden Nick und Lensa dann noch als E- bzw. D-Kader-Sportler für die laufende Saison ausgezeichnet und erhielten ihre Berufungsurkunden und die obligatorische SSV-Badekappe. Für die verletzte Helene nahmen wir die Auszeichnung stellvertretend entgegen. Eine schöne Sache!

Der Sonntag sollte diese Leistungen dann aber nochmal toppen: jetzt waren die Jahrgänge 2009 und 2010 dran. Bei den 2010er Mädchen erwischte Masine Gahner einen super Tag und konnte sich über all ihre Strecken deutlich steigern. Als Sahnehäubchen auf die über Sechs-Sekunden-Bestzeit in 50m Rücken gab es noch die erfüllte E-Kadernorm obendrauf. Über 50m Schmetterlingbeine und 50m Freistil (dazu dort dritter Platz in Sachsen) fehlt jetzt ebenfalls nicht mehr viel. Auch Lia-Kiara Heuer verbesserte sich auf jeder Strecke und knackte die Kaderzeit über 50m Schmetterlingbeine, ebenso wie Pauline Röder, die in 0:58,39 min sogar deutlich darunter rangierte und sachsenweit Sechste ihres Jahrgangs wurde. Die beiden Jungs ihres Jahrgangs hatten mit Disqualifikationen zu kämpfen, Lino Neubert und Adrian Pink erwischte es leider jeweils zweimal. Die übrigen Zeiten waren dann aber ordentlich, nur für den Mehrkampf war nichts mehr zu holen.

Bei den ein Jahr älteren sorgte Alia Lange (2009) für die vierte geschwommene Kaderzeit des Tages in 0:57,40 über 50m Schmetterlingbeine. Auch über 50m Rücken und 50m Brust verbesserte sie sich, in 50m Freistil blieb sie nur knapp über der bisherigen Bestmarke. Und nachdem es über Rücken und Freistil mit je zwei vierten Plätzen noch nicht mit dem Podium klappen wollte, ging es dann über 100m Lagen in 1:31,87 min aufs Treppchen: dritter Platz. Auch Sophia Lorenz belohnte sich für die Trainingsleistungen und erschwamm sich vier Bestzeiten, nur über die Freistil wollte es nicht gelingen. Auch Pauline Markert und Carolyn Schmidt knabberten an ihren Bestzeiten und konnten hier und da einige Zehntel gewinnen. Oskar Voss verbesserte bei seinem letzten Wettkampf nochmal zwei Bestmarken.

Nach den 100m Lagen wurde dann abgerechnet: in die Mehrkampfwertung flossen die Ergebnisse der vier 50-Meter-Strecken (Schmetterlingbeine, Rücken, Brust und Freistil) sowie der 100m Lagen ein. Für uns Hainsberger sprangen mit zwei dritten Plätzen durch Alia und Masine in ihren Jahrgängen sehr gute Ergebnisse heraus. Aber auch die anderen konnten sich im Mehrkampf gut platzieren.

Die sonntägliche Mittagspause war wieder für Ehrungen reserviert: diesmal bekamen Carolyn und Alia als E-Kader ihre Auszeichnungen für die Saison 2018/19. Außerdem nahm Nora als Trainerin die Auszeichnung als Talentstützpunkt des Landessportbundes Sachsen entgegen, ein Titel, den wir nun schon seit vielen Jahren durchgängig erreichen. Damit kann man die diesjährige "Tanne" wieder als gelungenen Abschluss des Jahres bezeichnen, wobei einige eine Woche später noch ein Wiedersehen mit der Riesaer Halle haben würden.