Sächsische Kurzbahnmeisterschaften: Bestzeiten, Rekorde und Qualifikationen

Am 24. und 25. November 2018 machte sich eine kleine Hainsberger Delegation, bestehend aus Angeline Pöttrich (2006), Nora Flehmig (1998), Konrad Speck (2004), Philipp Ziegenbalg (2002) und Hannes Kern (2000) auf nach Riesa, wo die Sächsischen Meisterschaften auf der Kurzbahn ausgetragen wurden.

Für Angeline, die jüngste Hainsbergerin, stand bei ihrer zweiten Teilnahme bei den sächsischen Titelkämpfen im Vordergrund, über die 50m Freistil die 30-Sekunden-Marke zu knacken. Doch zunächst musste sie über 50m Rücken ran und lieferte dort mit 0:33,12 min bereits eine ordentliche Zeit sowie einen hervorragenden zweiten Platz in der Jahrgangswertung ab. Über 50m Freistil wurde das eigentliche Ziel in 0:30,06 min (genau die Meldezeit) zwar knapp verpasst, dafür entschädigte aber ein Sieg in der Jahrgangswertung mehr als ausreichend. Angeline ist damit also eine der schnellsten Sächsinnen über die Kurzdistanzen, und das mit relativ wenig Training. Herzlichen Glückwunsch!

Nora hatte als bekennende Vielstarterin gleich für acht Wettkämpfe gemeldet. Zunächst schraubte sie über 100m Brust ihre eigene Bestzeit um fast zwei Sekunden nach unten und schrammte nur knapp am Vereinsrekord von Maxi Ullrich vorbei. Im nächsten Wettkampf, den 50m Rücken, gelang ihr dann in 0:30,18 die Verbesserung ihres persönlichen sowie ihres eigenen Vereinsrekords und außerdem die sichere Qualifikation für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften Anfang Dezember in Berlin. Da war der Rest fast schon Zugabe, doch der Hunger war noch nicht gestillt: über 200m Rücken und am Sonntag über 100m Rücken schwamm Nora neue Bestzeiten und verbesserte über 100m Rücken auch einen der ältesten bestehenden Vereinsrekorde, der im November 2004 von Susann Kern in Marienberg aufgestellt worden war.

Bei Konrad sprangen bei fünf Starts vier Qualifikationen für die B-Finals und insgesamt fünf persönliche Bestleistungen heraus. Nachdem er über 100m Rücken schon sieben Hundertstel schneller war als bisher, folgte im Finale eine weitere ordentliche Steigerung um zwei Zehntel 1:02,82 min. Über 50m Rücken ging es im Vorlauf sogar eine halbe Sekunde schneller voran als zuvor. In den B-Finalläufen erreichte Konrad gute Ergebnisse (beispielsweise sein Sieg über 200m Rücken), in der Juniorenwertung, die auch über die A-Finals erhoben wurde, reichte es aber noch nicht ganz für vordere Platzierungen.

Philipp war am Samstag ebenfalls gut drauf und erreichte deutliche Verbesserungen über 100m Lagen, 100m Rücken und 50m Schmetterling, in letzterer Strecke sogar um über eine Sekunde auf 0:27,71 min. Der dafür belohnende Start im B-Finale wurde allerdings verpasst - autsch! Immerhin, sowas passiert nur einmal im Schwimmerleben. Am Sonntag war dann die Luft zeitenmäßig etwas raus, aber dafür erreichte Philipp zwei weitere Finals, die er diesmal auch bestritt. Über 50m Freistil waren es jeweils nur Hundertstel, die zur Bestleistung fehlten, über 50m Rücken wollte die 30-Sekunden-Marke aber einfach nicht fallen.

Bleibt noch Hannes, der vor allem über die Rückenstrecken zu überzeugen wusste. Sowohl über 50m als auch über 100m Rücken erreichte er den A-Endlauf, außerdem noch über 50m Schmetterling und Freistil. Über 50m Rücken legte er im Finale eine neue Bestleistung von 0:25,74 min ins Becken: sechs Zehntel schneller auf einer Sprintstrecke. Auch die 100m Rücken waren im Finale in 0:55,88 min am Ende deutlich schneller als bisher. Außerdem stellte Hannes über 100m Lagen und 50m Schmetterling im Vorlauf neue Bestzeiten auf. In der Endabrechnung der Finals standen dann ein zweiter Platz über 100m Rücken, zwei dritte Plätze über 50m Rücken und 50m Freistil sowie ein fünfter Platz über 50m Schmetterling zu Buche. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Es lässt sich sagen: die fünf haben uns auf freistaatlicher Bühne mehr als ordentlich vertreten!

Im Bild: Angeline bei ihrer Siegerehrung über 50m Rücken