TL-Blog: Abspann

Dieser letzte Teil des Rabenberg-Blogs wird wieder aus der Heimat verfasst. Obwohl alle schon längst wieder zuhause angekommen sind und sicherlich schon ihre ganz eigenen Geschichten erzählt haben, möchte ich abschließend noch ein paar Worte verlieren.

Der heutige Tag begann wie jeder andere auch: Training am Morgen für die AKs 12 und 14+. Die AK 14 absolvierte ihr Abschlusstraining um eine halbe Stunde verkürzt ab sieben Uhr, während die AK 12 um 6:30 Uhr zu 100x25m Kraul mit Abgang 40 Sekunden antreten musste. Alle zogen durch, sogar Trainer Ringolf Herzog sprang mit ins Wasser und motivierte die Sportler während der letzten zehn Durchgänge. Sein Co-Trainer übernahm unterdessen den Job des Abgang-Anpfeifers (den Luxus mit je einer Schwimmeruhr an den Beckenenden gibt es eben nicht überall). Bei vier Reihen waren das 400 Pfiffe, was sich in langsam auftretender Kehlentrockenheit widerspiegelte. Das ist aber natürlich kein Vergleich zu den Sportlern im Wasser, die allesamt (ein Ausfall) im letzten Training nochmal mitzogen und so für einen gelungenen Trainingsabschluss sorgten. Anschließend wurde der bis dahin trocken gebliebene Trainer, unter anderem vom Hainsberger Moritz-Duo, noch standesgemäß ins Wasser verfrachtet.

Zum Frühstück um 8:00 Uhr stießen dann auch die einigermaßen ausgeschlafenen AKs 9 und 10/11 dazu. Etwas Eile war hier gefragt, denn um 9:00 Uhr mussten die Zimmer beräumt und grob gesäubert sein. Hier liegt es in der Natur der Sache, dass es Verzögerungen und kleine Problemchen gab, aber alles konnte zum Guten gewendet werden und niemand wurde im Schrank eingeklemmt vergessen (...oder doch?)

Als gemeinsamer Abschluss standen dann die Mannschaftsstaffeln der gesamten Truppe auf dem Plan. Hier wurde wieder in den Teams der Mittwochs-Schnitzeljagd gestartet, um am Ende einen Gesamtsieger ermitteln zu können. Je vier Sportler pro Gruppe absolvierten 4x25m Beine-Lagenfolge und 4x50m Gesamt-Lagenfolge. Aus der Zeitaddition der Beine- und der Gesamtstrecken wurden die Platzierungen ermittelt, die dann mit acht bis einem Punkt honoriert wurden. Hier zeigte sich nochmal geballter Teamgeist: alle gaben ihr (nach einer Woche Trainingslager noch erreichbares) Bestes, die übrigen Teammitglieder verwandelten die kurze Bahn zu einem richtigen Hexenkessel. Dadurch wuchsen einige sogar über sich hinaus: berichtet wurde von Sportlern der AK 10, die die 50m schneller schwammen als je zuvor im Wettkampf. Also: alles eine Frage der Motivation!

Nachdem die letzte Staffel angeschlagen hatte, ging es zum abschließenden Mittagessen. Danach wurde die gespannt erwartete Siegerehrung der Mannschaften durchgeführt. Gesamtsieger wurde (namensfalsifizierend) Zieges letzter Haufen, bestehend aus dem namensgebenden Ziege, Anselina, Nikki, Alina und Jolina sowie Vanessa, Amy, Klara und Carlos aus Görlitz. Herzlichen Glückwunsch!

Danach hieß es, Abschied zu nehmen. Die Görlitzer Sektion teilte sich auf ihre Kleinbusse auf und reisten eine gute halbe Stunde vor den Hainsbergern ab, die zusammen im Reisebus den Heimweg antraten. Nachdem sich die Auer Innenstadt etwas zickig bezüglich des Verkehrsflusses zeigte, ließ die A4 am Dreieck Nossen Milde walten und hinderte uns nur kurz an der Weiterfahrt. Am Ende wurde noch ein Hoch auf unser'n Busfahrer ausgegeben und wenig später lagen sich viele wieder mit den abholenden Eltern oder Geschwistern in den Armen.

Fazit: ein größtenteils sowohl aus sportlicher als auch menschlicher Sicht erfolgreiches Trainingslager liegt hinter uns. Von den Effekten können wir sicherlich in den nächsten Monaten zehren und bestimmt spiegeln sich die Ergebnisse auch im Becken wieder. Nächstes Jahr ist schon vorbestellt. Und noch ein persönliches Fazit: als erstmalig als Vollzeittrainer Mitgereister bin ich ziemlich begeistert, was wir da auf die Beine gestellt und wie gut alle mitgezogen haben. Wenn es die Umstände zulassen, nächstes Jahr gern wieder. Und danke natürlich auch an alle Leser dieses Tagebuchs und für den Zuspruch, den ich dafür schon erhalten habe.

Der letzte Dank gilt (einfach mal auch im Namen des Vereins) allen Trainern und Unterstützern, die diese Woche ermöglicht haben: Renate, Birgit, Uli, Ringolf, Robert, Nora, Sabine, Frosi, Ludwig, Tim und vor allem auch Jonas: DANKE!

Schüttelt euch die letzten Wassertropfen aus den Ohren!

Euer Trainer/Mannschaftsleiter/Zimmerkontrolleur/Blogautor/Klettergerüst,

Konrad