TL-Blog: Die sieben Kurven zum Rabenberg

Anreisetag im Trainingslager - für die 38 Hainsberger mit Reisebustransport hieß das: 13 Uhr Versammlung an der Heimatschwimmhalle. Taschen verstauen, Sitzplatz suchen, Mutti umarmen, hinsetzen und los. Der Abschied verlief erstaunlich harmonisch, auch bei den Rabenberg-Debütanten aus der AK 9. Großes Lob an dieser Stelle, damit wurde die einzige Träne vom Blogautor vergossen, der sich angesichts erneut geringer Beinfreiheit im Bus dem Traum vom Nickerchen bei 100 auf der Autobahn aus dem Kopf schlagen musste.

Unser Busfahrer Herr Oertelt lenkte das sperrige Gefährt routiniert durch die Wilsdruffer Innenstadt auf den Sachsenhighway A4, der sich sonntäglich aufgeräumt präsentierte und somit flottes Vorankommen ermöglichte. Auch Baustellen in Aue und Schwarzenberg konnten uns nicht aufhalten - der Rabenberg warf alsbald seinen Schatten voraus. Bis zum Sportpark waren es nun nur noch sieben Kurven auf enger Asphaltstraße. Alteingesessene Rabenbergfahrer haben eben diese ca. vier Kilometer bereits berganlaufend hinter sich gebracht, mit dem Bus ging es da schon deutlich schneller. Nun wurden auch die Augen der Debütanten groß, denn es ist immer wieder erstaunlich, wie nach Kilometern von Wald ohne nennenswerte Zivilisation plötzlich wieder moderne Sportstätten auftauchen können.

Beim Auspacken des Busses halfen die Großen den Kleinen, so wie es sich gehört, also waren auch die Taschen, die schwerer als die zugehörigen Sportler waren, schnell zum Haus gebracht. Die Zimmerverteilung war dann etwas hindernisreich, denn in einem Zimmer fehlten Betten, dafür waren es an anderer Stelle ein paar mehr. Entwarnung - niemand muss unter der Fichte schlafen, alle sind verstaut. Die Trainingsgruppen sind weitestgehend unter sich, allerdings nicht die Vereine. Die mitgereisten Görlitzer wurden mit auf die Zimmer verteilt - es tut sicherlich allen gut, mal nicht nur im eigenen Trainingsgruppen-Sud zu schwimmen.

Die ersten Trainingseinheiten liefen gut, man merkte allen an, dass noch ein freier Samstag anstatt weiterer anstrengender Trainingstage hinter ihnen lag. Sowohl die 25m- als auch die ungewohnte große 50m-Halle wurden "eingeweiht". Das Highlight war aber natürlich - für Trainer wie Sportler - das Buffet-Abendessen. Die Jüngsten legten als zweite Einheit noch ein Athletiktraining an der frischen Rabenbergluft ab, während die Älteren nochmal in die "Brühe" springen durften. Am Ende begaben sich dann alle in die Kojen - ob auch alle sofort schlafen, steht zu Redaktionsschluss noch nicht fest...

Der Autor lässt den Abend jetzt in geselliger Runde ausklingen, bis morgen! Dort stehen bis zu drei Wassereinheiten pro Gruppe auf dem Programm und die übergreifenden Trainingslager-Wettkampf-Gruppen werden eingeteilt. Bericht folgt...