Wernesgrüner Sachsenpokal 3. Hauptrunde

13.10.2018
1. FC Lokomotive Leipzig - Hainsberger SV
6:1 (5:1)

Trotz großem Kampfgeist kam das Pokalaus

Die Pokalauslosung machte es möglich, dass die Hainsberger Mannschaft tatsächlich in einem Pflichtspiel auf den ehemaligen Europacupfinalisten Lok Leipzig traf. Auch wenn die derzeitige Leipziger Mannschaft wohl ziemlich weit weg ist von der damaligen Truppe um Rene Müller, so spielen sie doch noch immerhin drei Klassen über unseren Jungs. Somit war die Favoritenrolle ja geklärt und für Hainsberg ging es in erster Linie darum die Partie möglichst lange offen zu halten und vielleicht mit dem einen oder anderen Konter für die Überraschung zu sorgen. Trainer Knut Michael sprach vor dem Spiel vor allem die Wichtigkeit der Anfangsphase an, seine Jungs schienen aber nicht richtig zugehört zu haben, denn bereits in der zweiten Spielminute lag der Ball zum ersten Mal im Hainsberger Tor. Nachdem die Hainsberger Abwehr es gleich mehrfach versäumte den Ball einfach zu klären, ließ sich der Leipziger Toni Hartmann die Gelegenheit nicht entgehen und erzielte den Führungstreffer für die Hausherren. Das sorgte auf Hainsberger Seite natürlich nicht gerade für Selbstvertrauen und so erzielten die Leipziger noch vor der Pause weitere vier Tore, drei davon nach Standardsituationen, was nach wie vor eine der größten Hainsberger Baustellen zu bleiben scheint. Positiv war allerdings, dass es unsere Jungs immer wieder schafften selbst für Torgefahr zu sorgen. Markus Weise war gleich zweimal nahe dran am Torerfolg. Zuerst ging sein Kopfball, nach einer sehr schönen Vorarbeit von William Wessely, nur knapp am Tor vorbei. Kurz darauf hatten die Hainsberger Fans schon wieder den Torschrei auf den Lippen, doch auch diesmal verfehlte sein 25-Meter Knaller nur knapp das Leipziger Gehäuse. Kurz vor der Pause, dann doch noch der Treffer für Hainsberg. Nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen ist es William Wessely, der seine sehr gute Leistung mit einem Tor krönt. Trotz dieses Erfolgserlebnisses kurz vor der Halbzeit, war die Stimmung in der Hainsberger Kabine nicht gerade gut, denn mindestens drei der Leipziger Tore wären relativ leicht zu verteidigen gewesen. So stellte Trainer Knut Michael seine Truppe noch einmal neu ein und diesmal mit mehr Erfolg. Nur noch einen einzigen Treffer ließen die Hainsberger nach dem Wechsel zu und hatten auf der Gegenseite noch einige Male die Gelegenheit zu einem weiteren Treffer zu kommen. Dies wurde dann auch vom sachkundigen Leipziger Publikum immer wieder mit Szenenapplaus honoriert. Am Ende des Tages sind dann irgendwie alle zufrieden, Lok ist eine Runde weiter und Hainsberg hat sich mit einer ordentlichen Leistung verabschiedet. In der kommenden Woche gilt es nun auch in der Liga an die heute gezeigte Leistung anzuknüpfen um endlich aus dem Tabellenkeller rauszukommen.

Torfolge: 1:0, 4:0 Toni Hartmann(2., 32.); 2:0 Patrick Wolf(10.); 3:0, 5:0, 6:1 Matthias Steinborn(29., 39., 65.); 5:1 William Wessely(45.)

Zuschauer: 1100

Gelb: 0/0