Schwimmen für Demokratie und Toleranz und 12-Stunden-Schwimmen in Görlitz

Am 1. September nahmen unsere beiden ältesten Trainingsgruppen zum zweiten Mal nach 2017 am Schwimmen für Demokratie und Toleranz teil. Nachdem im letzten Jahr der traditionsreiche 12- bzw. 24-Stunden-Schwimm-Standort Hoyerswerda Ausrichter war, luden uns in diesem Jahr die Stadt und der SV Lok Görlitz in das Neißebad ein.

Bei dieser besonderen Art Wettkampf geht es darum, als Mannschaft möglichst viele Meter in zwölf Stunden zurückzulegen. Die zwischen 10 und 16 Uhr zurückgelegte Strecke wird mit in die Wertung des Schwimmens für Demokratie und Toleranz, an dem Jedermann als Einzelstarter teilnehmen konnte, einbezogen. Die übrigen sechs Stunden bis 10 Uhr abends kämpfen die Teams dann um den 12-Stunden-Pokal. Dies waren neben unserer 31-köpfigen Mannschaften die Vereine von Lok Görlitz Schwimmen, Lok Görlitz Wasserball, Post-SV Görlitz und dem Roßweiner SV. Der sich schon im Vorjahr andeutende Generationswechsel im Hainsberger Team setzte sich auch 2018 weiter fort. Noch nie waren wir mit so vielen jungen Sportlern am Start, die den Wettkampf zu großen Teilen auch das erste Mal erlebten. Angesichts dessen erschien es als schwieriges Unterfangen, unsere Dauerrivalen aus Görlitz wieder schlagen zu können.

Wir starteten in drei großen Gruppen mit zehn Sportlern, die wiederum in jeweils zwei Fünfer-Teams eingeteilt waren. Diese schwammen eine 50m-Kraul-Endlosstaffel und wechselten sich zunächst viertelstündlich ab, nach einer Stunde war dann das nächste Zehner-Team an der Reihe. Der fehlende 31. Mann war als Mannschaftsleiter angereist, konnte es sich aber nicht nehmen lassen, auch selbst ins Wasser zu springen. Allerdings sorgte dessen schon längere Trainingsabstinenz für Erschöpfungsszenen am Beckenrand. Doch die anderen und die jüngeren Teilnehmer schlugen sich gut. Dennoch war der mit Heimvorteil ausgestatteten Mannschaft des SV Lok Görlitz Schwimmen nicht beizukommen, sie zogen über die zwölf Stunden uneinholbar davon. So blieb uns nur der zweite Platz, der aber trotzdem ordentlich mit einer Wasserpolonaise gefeiert wurde. Insgesamt erreichten wir 59.200 geschwommene Meter, das sind 4,933 Kilometer pro Stunde und 1.910 Kilometer (etwa 38 Sprints) pro Teilnehmer. Ein großer Dank geht an das Team des SV Lok, das einen vorbildlich organisierten und stimmungsvollen Wettkampf auf die Beine gestellt hat.

Wenn alles gut geht, wird dieses Event im nächsten Jahr bei uns im Freizeitzentrum Hains stattfinden. Der Staffelstab wurde dazu vor Beginn der Veranstaltung übergeben. Dann werden wir, diesmal mit dem Heimvorteil auf unserer Seite, erneut nach der 12-Stunden-Krone greifen.

Im Bild: noch Freudentrunken posiert unser Team für's Mannschaftsfoto.