Gelungener Saisonabschluss beim "Heimspiel"

Traditionell ist das letzte Wochenende vor dem Sommerferienbeginn im Hainsberger Wettkampfkalender dick angestrichen, so auch in diesem Jahr. Das Schwimmfest am Windberg sollte auch in seiner 22. Ausgabe unseren Saisonabschluss und den anderer Vereine aus ganz Sachsen und Deutschland werden. In diesem Jahr hatte sich eine Rekordzahl an Teilnehmern angekündigt, die die Organisation im Vorfeld ziemlich ins Schwitzen brachte und sogar einen früheren Beginn am Samstagmorgen erforderte. Aber der Reihe nach:

Nachdem am Donnerstagabend dank zahlreicher helfender Hände (Danke dafür!) Pavillons, Elektrik, Anschlagwände und Startblöcke in kurzer Zeit aufgebaut waren, trudelte über den Freitag hinweg alles weitere im Windi ein: darunter Getränke, Biertischgarnituren und die Musikanlage. Nachdem auch diese Dinge aufgebaut oder verstaut waren, kamen langsam die Hainsberger Sportler nach überstandener Zeugnisausgabe im Bad an. Schließlich musste das ungewohnte Freibadwasser einem letzten Test auf Wettkampftauglichkeit unterzogen werden, und andersherum die Sportler auf Freibadwassertauglichkeit hin überprüft werden. 23 Grad Celsius sind zwar deutlich und spürbar weniger als im Hains, aber alle meisterten die Generalprobe beim letzten Training der Saison.

Unterdessen trafen auch die anderen Vereine ein und verteilten sich mit ihren Zelten im Gelände. Das war in diesem Jahr ein kritischer Punkt, immerhin mussten fast 300 Gäste untergebracht werden. Deshalb hieß es: Zelte eng stellen, keinen Platz vergeuden, frühes Ankommen sichert die besten Plätze. Letztendlich fand aber jeder ein Fleckchen für sich und seine Habe. Von Training, Aufbau oder Anreise erschöpft, machten sich dann alle über das Abendbrot her. Anschließend stand das Highlight für die Jüngeren auf dem Plan: bei der Apfelschorlenstaffel, quasi der U-16-Wettkampf der berüchtigten Bierstaffel am Samstagabend, kämpften über 30 Mannschaften, darunter auch zahlreiche Hainsberger Teams, um den Titel. Danach ging der Abend für die einen zeitiger, für die anderen bei einem Snack vom Grill und einem Bier auch etwas später, zu Ende.

Samstag früh um sieben Uhr wurden die schläfrigen Zeltbewohner durch das schrille Klingeln ihrer Wecker aus dem Schlaf gerissen. Das Frühstück stand an, und aufgrund der Vielzahl an Meldungen ging das Einschwimmen bereits eine halbe Stunde zeitiger los, um 7:30 Uhr. Das Wasser hatte weiterhin frische, aber dem Aufwachprozess zuträgliche 23 Grad. Um 8:30 Uhr ging der erste Start ab, 50m Rückenbeine der Frauen und Männer. Hier und in den folgenden Wettkämpfen bis zur Mittagspause waren einige gute Leistungen dabei, auch wenn Medaillen und Urkunden erst in den Mehrkampfwertungen vergeben wurden. Am Ende des ersten Abschnittes erschwamm sich die Hainsberger 8x50m-Kraul-Staffel den dritten Platz hinter der Mannschaft aus Leutzsch und den zweitplatzierten Weixdorfern. Anteil daran hatten Alina Krause, Konrad Speck, Angeline Pöttrich, Mika Kovacs, Sina Broßmann, Elias Hösel, Lena Rieß und Moritz Gersch.

Nach dem Mittagessen gingen die älteren gestärkt wieder in den Wettkampfmodus über, dazwischen gab es immer mal wieder Einlagewettkämpfe für die Jüngsten ab Jahrgang 2011 und jünger. Aus Hainsberger Sicht erklammen hier Antonia Neumann (2011; 25 KB, 25 F), Jule Jang (2011; 25 B, 25 BB), Louis Rebhahn (2012; 25 B) und Simon Broßmann (2011, 25 BB) das oberste Treppchen bei der Siegerehrung. Parallel wurden auch die ersten Mehrkämpfe zuende geschwommen. Im Schmetterling-Mehrkampf des Jahrgangs 2009 weiblich erreichte Alia Lange den vierten Platz. Pauline Röder (2010) wurde im Brust-Mehrkampf Fünfte, bei den ein Jahr Älteren schaffte Pauline Markert die gleiche Platzierung. Bei den Jungen schwamm Lino Neubert (2010) im Brust-Mehrkampf auf Rang vier und damit auch knapp an den Medaillen vorbei. Die erste Hainsberger Medaille sicherte sich dann aber Lotte Thümmel (2007) mit einem dritten Platz im Schmetterling-Mehrkampf. Mika Kovacs (2007) tat es ihr im gleichen Mehrkampf gleich. Zum Schluss waren dann nochmal die Jüngeren über 25m Schmetterling gefordert. Durch ihre Leistungen erkämpfte sich Pauline Röder ihren zweiten fünften Platz des Tages.

Es war inzwischen nach 19 Uhr, sodass schnell Abendbrot gegessen wurde, denn gleich danach stand die traditionelle Bierstaffel an. Als Vorprogramm dazu konnten in diesem Jahr die Universe Skippers gewonnen werden, die den zahlreichen Zuschauern erstaunliche Tricks mit Sprungseilen zeigten. Danach läutete die Bierstaffel-Hymne den Beginn des Samstagabends ein: etwa 30 Mannschaften hatten sich angemeldet, um 4x50 Meter zu schwimmen und direkt danach 0,4 Liter Bier zu trinken. Und schon vor dem ersten Lauf lag Spannung in der Luft, der im letzten Jahr aufgestellte Rekord sollte geknackt werden. Im sechsten und letzten Lauf lieferten sich dann die Titelverteidiger "Meine persönlichen Favoriten" und deren stärkste Herausforderer den Kampf um das Bierstaffel-Siegerfass 2018. Das Hainsberger Kollektiv "Alkzeit Bereit" hatte intensiv trainiert und konnte die "Favoriten" in neuer Rekordzeit vom Thron stoßen. Dazu wurden sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern (erstmals unter 30 Sekunden) neue Einzelrekorde aufgestellt. Die abschließende Siegerehrung geriet wieder zu einem großen Fest für alle Teilnehmer und Gäste, die Stimmung war super und färbte noch bis tief in die Nacht hinein ab.

Am Sonntagmorgen herrschte bei einigen Katerstimmung, andere waren sportlich motiviert und voll konzentriert. Vier Wettkämpfe und eine Staffel standen noch auf dem Programm, in denen sich die letzten Mehrkampfwertungen und damit auch die Qualifikation für die Finals am Ende entscheiden sollten. Unter die ersten Fünf kamen im Rücken-Mehrkampf folgende Hainsberger: Masine Gahner (2010/5.), Alia Lange (2009/5.), Nick Kietzmann (2008/2.), Philipp Ziegenbalg (2002/4.) und Hannes Peschel (2002/5.). Moritz Gersch (2005) und Konrad Speck (2004) konnten ihren Rücken-Mehrkampf jeweils sogar für sich entscheiden. In den folgenden Brust-Mehrkämpfen sorgten Mila Käsler (2008/4.), Sarah Dreier (2007/4.), Matheo Lommatzsch (2008/4.), Nick Pauer (2007/3.) und Felix Quasdorf (2003/5.) für die vorderen Hainsberger Ergebnisse. Zuletzt wurden die Freistil-Mehrkämpfe entschieden: hier sicherte sich zunächst Masine Gahner (2010) den dritten Platz, Alia Lange (2009) wurde Fünfte, Helene Röhringer (2008) Vierte, Lena Rieß (2007) gewann ihren Mehrkampf als dritte Hainsbergerin. Im gleichen Jahrgang erreichte Lotte Thümmel außerdem Platz fünf. Bei den Jungen kletterte Nick Kietzmann (2008) auf den Bronzerang, Mika Kovacs (2007) wurde punktgleich mit Luca Maurice Rödig Fünfter. Moritz Gersch (2005) musste sich in seinem zweiten Mehrkampf recht knapp einem Zwickauer Sportler geschlagen geben. Außerdem gelangten noch die Philipps Grunze (1999/3.) und Ziegenbalg (2002/4.) in den Topbereich.

In der folgenden 8x50m-Lagen-Staffel reichte es für unsere Staffel leider nur zum vierten Platz, wenn auch denkbar knapp, da die Drittplatzierten aus Potsdam gerade mal sieben Zehntelsekunden schneller waren. Anschließend wurden die Mehrkampffinals über 100m (Jg. 2009) bzw. 200m Lagen (Jg. 2008 und älter) ausgetragen. Helene Röhringer rutschte als Fünfte nach einer Abmeldung noch gerade so in ihr Finale im Jahrgang 2008, lieferte dann aber eine tolle Leistung in 3:25,11 Minuten ab, die ihr den vierten Platz und gleichzeitig auf den letzten Drücker noch den E-Kader-Status sicherte. Bei den Jungen des gleichen Jahrgangs durfte Nick Kietzmann mit einer Zeit von 3:15,91 aufs Podium, er wurde Dritter hinter zwei Weixdorfer Sportlern.

Auch im Jahrgang 2007 wurden beide Finals mit Hainsberger Beteiligung ausgetragen, bei den Mädchen wurde Lotte Thümmel Vierte und Nick Pauer erreichte Platz fünf. In der Jahrgangsgruppe 2005/2006 war Moritz Gersch als Sieger des Rückenmehrkampfs qualifiziert und wurde dort Vierter in 2:47,96 Minuten. Konrad Speck (2004) musste sich anschließend in 2:28,79 Minuten nur einem Sportler aus Chemnitz geschlagen geben und sorgte damit zum Abschluss für eine weitere Hainsberger Medaille.

Insgesamt absolvierten 419 Sportler am Wochenende 2341 Starts, absoluter Rekord an Starts und Teilnehmern. Angesichts dieser Zahl war es erstaunlich, dass das das Freibad nach nur etwa eineinhalb Stunden des Abbaus wieder für Besucher geöffnet werden konnte. An dieser Stelle also noch einmal einen Riesendank an alle Helfer beim Abbau und natürlich auch an alle Vereine, die die Liegewiesen in ordentlichem Zustand hinterlassen haben.

Im Bild: Unsere 8x50-m-Freistil-Staffel