Wettkampfbericht: Bezirksmeisterschaften in Dresden

Am Wochenende fanden auf der Freiberger Straße in Dresden die alljährlichen Bezirksmeisterschaften des Schwimmbezirkes Dresden auf der langen Bahn statt. Mit insgesamt 40 Sportlern der Trainingsgruppen AK9 bis 14+ rückte der HSV als drittstärkster Verein an, was Hoffnung auf ein gutes Ergebnis in der Mannschaftswertung machte, in der wir letztes Jahr nur den sechsten Platz erreichen konnten. Dieses Jahr sollte es besser werden.

Am Samstag begann der Wettkampf erst nachmittags, dafür ging dann direkt zur Sache: 16 Wettkämpfe standen für den Tag an, und alle Hainsberger machten sich fleißig ans Punktesammeln. Gleich im ersten Wettkampf ein ungewohnter Anblick: Die "Großen" aus der AK 14+ stehen neben den "Kleinen" aus AK 9 und 10 am Start, das Brett in der Hand. 50m Kraulbeine sind angesagt. Obwohl die Beinestrecken normalerweise nur von den jüngeren Sportlern geschwommen werden, dürfen bei der Bezirksmeisterschaft auch die Alten mal wieder eine Bahn das Brett schieben. Für einige bedeutet das Beineschwimmen eine lustige Abwechslung, für andere ist es ein Kampf ums Überleben. Vor allem aber scheint es ein Riesenspaß für Trainer und Trainingskameraden am Beckenrand zu sein, die die Beineschwimmer mit riesigem Einsatz beim Anfeuern zu Höchstleistungen antreiben. Aber auch bei den Gesamtstrecken muss der HSV sich mit seinen Sportlern nicht verstecken. Die Trainer konnten viele Bestzeiten, einen Vereinsrekord über 50m Brustbeine und 7 neue E-Kaderzeiten vermerken, mussten aber leider auch ein paar Disqualifikationen hinnehmen, die einige gute Platzierungen und Zeiten zunichte machten. Zum Schluss des Wettkampfes wurde es nochmal spannend, als drei Sportler der AK 10 zum ersten Mal 400F schwimmen mussten. Trotz anfänglicher Sorgen, die Pflichtzeit könnte für die Sportler zu hoch sein, schwammen alle drei sehr gute Rennen und unterboten die Vorgabe souverän. Das Trainerteam konnte zufrieden sein. Am Ende des ersten Wettkampfabschnittes konnten die Hainsberger sich je 10 Mal Gold, Silber und Bronze sichern. Dazu kamen noch mehr als 20 Mal der 4.,5. oder 6. Platz, was ebenfalls Punkte für die Mannschaftswertung einbrachte. Gute Aussichten für den nächsten Wettkampftag.

Am Sonntag ging es dann wie gewohnt früh morgens los, die Sportler, zum Teil gedanklich noch halb im Bett, quälten sich wesentlich langsamer zum Einschwimmen in das kalte Becken. Zum Glück war die Müdigkeit danach schnell verflogen und in den ersten Wettkämpfen wurde direkt wieder dort angesetzt, wo am Abend vorher aufgehört wurde. Im Vormittagsabschnitt wurden die 50m Sprintdistanzen in allen Schwimmarten sowie 200m Lagen geschwommen. Nach der Mittagspause standen 50m Schmetterlingbeine und noch einige 100- und 200m Strecken auf dem Programm. Auch wenn zum Schluss des langen Wettkampfwochenendes bei einigen Sportlern die Luft ein wenig raus war, konnten die Trainer noch einige gute Leistungen im Becken loben. Am Sonntag gab es nochmal vier neue E-Kaderzeiten, außerdem 20x Gold, 22x Silber und 26x Bronze sowie nochmal 27 4., 5. oder 6. Plätze für die Hainsberger. Insgesamt schafften die Sportler bei 233 Starts 157 Bestzeiten. In der Mannschaftswertung, die ganz zum Schluss geehrt wurde, war es nochmal sehr knapp, aber leider zog der HSV den Kürzeren. Mit nur 6 Punkten Rückstand auf den mit weniger Sportlern angereisten SC Riesa landete unsere Mannschaft, die insgesamt 450 Punkte erreichte, auf dem 4. Platz. Damit gab es zwar eine Verbesserung im Vergleich zum letzten Jahr, aber mit etwas weniger Disqualifikationen und mehr Wettkampfbeteiligung vor allem in den älteren TGs, sollte das Podium im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder das Ziel werden.

Fazit: Im Großen und Ganzen ein zufriedenstellender Wettkampf mit vielen guten und einigen herausragenden Leistungen, aber auch mit noch etwas Luft nach oben.