Wundertüte Hainsberg in voller Aktion

Auch wenn es mal irgendwann ganz am Ende einen Pokal zu gewinnen gäbe, so stand für Damen des Hainsberger SV am 11.09.2016 ein ganz anderes Ziel auf dem Programm: ein erster großer Test. Wer unseren Weg bisher aufmerksam verfolgt hat weiß, wie intensiv wir schon die letzten Monate in Vorbereitung auf die kommende Saison gearbeitet haben, aber hat es auch was gebracht? Immerhin waren die Gegner keine geringeren als die SG Motor Wilsdruff I und die Königssteiner VG. Im Gepäck hatten die Hainsberger Damen wie immer ihren angespannten Trainer Christian Straube mit neuem Kaffeebecher, sowie Co-Trainer und Statistiker Marcell mit seinem neuen Schreibpultstuhl. Trainer Straube wies noch einmal auf die prägnanten Ziele des Pokal/Testspieles hin: Blockbildung und Zuspielübernahme besonders im Hinterfeld durch die Libera, auf ihrer neuen Position 5 (statt bislang 6).

Das erste Spiel an diesem historischen Datum startete gegen unseren Angstgegner Wilsdruff - ihr erinnert euch? Konnten sie doch bislang immer verdient als Sieger aus unseren Begegnungen vom Feld gehen. Wir sind bereits im ersten Satz gut ins Spiel gekommen, wurden aber zum Ende hin zu nervös und haben den Satz an Wilsdruff mit 25:27 abgegeben.

Im zweiten Satz waren wir wieder stabiler, konnten mit guten Angriffen punkten und somit Wilsdruff nie wirklich herankommen lassen. So gewannen wir den Satz, auch durch eine Angabenserie von Tina zum Schluss, mit 25:18.
Den dritten und vierten Satz starteten die Wilsdruffer ohne ihre stärkste Spielerin und wir zogen "unser Ding" durch. Mit starken Angaben und guten Angriffen erzielten wir viele direkte Punkte. Der Block stand besser und die gegnerische Libera wurde durch gezielte Angaben unter Druck gesetzt und nahezu aus dem Spiel genommen. So gehen auch diese beiden Sätze verdient mit 25:13 und 25:14 an uns.

Klares Plus des ersten Spieles waren die streckenweise sehr stabil sichtbaren taktischen Umsetzungen der im Training erarbeiten Vorgaben. Aber, und auch das muss man ehrlich sagen, hätten uns ein paar Stimmungsaufheller wahrscheinlich gut getan (aber Doping ist im Sport ja bekanntlich tabu) und die Angriffsoptionen durch das Hinterfeld sind deutlich ausbaufähig.

Das zweite Spiel hatten wir dann Pause, dieses gewann Königsstein mit 3:2 gegen den Gastgeber.

Dann ging es für uns gegen die Königsteiner Volleyball Gemeinschaft e.V.(wie schon letztes Jahr in der ersten Pokalrunde, damals verloren wir knapp mit 2:3)

Wir fanden sehr schwer ins Spiel. Getreu dem Motto: „Nein wir sind nicht faul, wir sind nur im Energiesparmodus“ spielten die Königssteinerinnen deutlich motivierter, agierten konstanter und wirkten insgesamt deutlich fitter. Vor allem der Angriffs- und Blockhöhe unserer Gegner hatten wir zunächst kein Konzept entgegen zu setzen. Und so stand es zügig 0:2. Die Erkenntnis Ende des 2. Satzes lautete: schnelles Spiel, breit halten in der Passverteilung. So, und nur so haben wir eine Chance. Gesagt getan! Auch der Kampfgeist hielt im dritten Satz wieder Einzug. Angaben funktionierten wieder, vor allem Anja zeigte hier, was sie kann und punktete mit insgesamt 11 Angaben. Das schnelle Spiel wurde beibehalten und somit gewannen wir relativ souverän mit 25:17.

Der vierte Satz war hart umkämpft und wir lagen eigentlich immer vorn, bis Königstein plötzlich mit einer Angabenserie aufholte und wir auf einmal mit 22:23 hinten lagen. Doch wir kämpften und Franzi holte mit ihrer Angabenserie an dem Tag den Satzsieg mit einem 25:23. Nun hieß es (wie so oft in der letzten Saison): auf in den Tiebreak!

Trotz Ermüdungserscheinungen behielten wir das schnelle Spiel bei und konnten uns schnell auf ein 6:2 vorarbeiten, verdient, auch durch eine Angabenserie von Luise. Doch plötzlich schlichen sich alte Fehler wieder ein und es stand 6:7, schließlich ging es mit einem 7:8 in den Seitenwechsel. Königstein baute weiter zu einem 10:14 aus. Doch dank Kirstin und einer erneuten Angabenserie von ihr an diesem Tag, entschieden wir den Satz für uns mit einem 16:14.

Fazit des zweiten Spieles? Wir haben gezeigt, dass wir auch unter Druck in der Lage sind zu kämpfen, einen Plan zu erarbeiten und aus dieser schwierigen Situation herauszuarbeiten. Wir können auch ohne Drogen lustig sein und wir haben manchmal zum richtigen Zeitpunkt die richtige Aufschlägerin hinten stehen. Aber wie immer gibt es auch hier ein ABER: 2 Sätze lang wirkten wir sehr planlos und volleyballfeindlich. Deutlich zu lange! Es ist noch ein Weg voll harter Arbeit. Aber die ersten Schritte sind definitiv getan.

Die zweite Runde findet am 25.09.2016 in heimischer Halle statt, Gegner sind dann, auch wie letztes Jahr in der zweiten Runde, SV Motor Mickten Volleyball 2. Damen und Fanpage Traktor Naundorf.

So und nun Trikots trocknen und dann ab ins Bett!!!!